Energieausweis - Sanierungsmaßnahmen durch Tischler
Gerade im innerstädtischen Altbaubestand, mit seinem hohen Anteil an Mietwohnungen, sind Maßnahmen überlegenswert, um die energetische Qualität des Wohnraumes zu verbessern. Dabei handelt es sich nicht nur um bauliche Sanierungsmaßnahmen, sondern um Verbesserungen, die auch der Nutzer der Wohnung im eigenen Interesse durchführen kann.
Verbesserung bestehender Kastenfenster
Bei der Sanierung der Kastenfenster sind zwei Maßnahmen sinnvoll: Durch Einbau geeigneter Dichtungen am Innenflügel wird der Wärmeverlust durch die Zugluft unterbunden. Beim Aufrüsten der Gläser von einem 4mm Floatglas auf übliche Isoliergläser wird eine Verbesserung des U-Wertes von rd. 2,7W/m² auf ca. 1,2W/m² erreicht. Durch spezielle Verglasungen können sogar U-Werte eines Passivhaus- standards erreicht werden.
Sanierung der Bauanschlussfugen
Gerade im Altbestand wurde mangels technischer Möglichkeiten kaum Wert auf eine dichte Gebäudehülle gelegt. Dadurch sind die Bauanschlüsse wie der Anschluss von Fenstern und Türen in der Wand oder der gemauerte Fenster- sturz, bauphysikalische Schwachstellen die zum Energieverlust beitragen. Da eine Generalsanierung, verbunden mit einer optischen Neugestaltung der Fassade nicht immer möglich ist, bieten sich Verbesserungsmaßnahmen auf der Wandinnenseite erfolgreich an. Vorsatzschalen mit einer definierten Dämmeinlage erhöhen hier die Dämm- eigenschaften des Gebäudes erheblich und sind im Rahmen der Wandgestaltung durch den Tischler leicht zu erbringen.
Sanierung der obersten Gebäudedecke und der Fußböden
Ein hoher Anteil des Wärmeverlustes wird durch die oberste Decke bzw. dem Fußboden abgegeben. Auch hier lassen sich gute Erfolge bei raumseitigen Maß- nahmen durch den Tischler feststellen.
Türensanierung
Bei der Sanierung darf auch nicht auf die Türen vergessen werden. Nachkriegstüren erfüllen in vielerlei Hinsicht nicht die Anforderungen der heutigen Nutzungseigenschaften. Aus diesem Grund sind die Förderstellen der Länder gerne bereit für den Austausch bestehender Türen in den Fördertopf zu greifen. Dabei wird neben dem Thema Einbruchschutz natürlich auch Wärme- und Schalldämmung berücksichtigt.






